Down Syndrom und Klinikalltag

Es lebe YogaDie Klinik war im ersten Lebensjahr von Tim so etwas wie die zweite Heimat. Gleich nach der Geburt beginnt die medizinische Routine, die im Ausschlussverfahren sämtliche bekannten Krankheiten auszuschließen versucht. Für uns als Familie war dies eine schlimme Zeit. Immer wieder dieses Bangen und Warten auf den Termin und dann wieder warten auf die Ergebnisse. Hier haben wir auf der Beziehungsebene alles erlebt. Menschen die kaum von ihren medizinischen Geräten aufgeschaut haben und Menschen die ihren Job mit viel Menschlichkeit ausgefüllt haben. Dabei wäre es oft ganz einfach gewesen: Eltern wollen gerne nicht nur zusehen, wie ein Arzt mit irgendeinem Gerät an ihrem Kind hantiert. Sie wollen erklärt bekommen was passiert.

Auf der anderen Seite haben wir gerade mit Schwestern und Pflegern so viele gute Erfahrungen gemacht, dass ich mich oft gefragt habe wie die das schaffen, bei all dem Leid um sie herum dennoch nicht abzustumpfen und das bei diesem geringen Gehalt. Auch Tim war eine Woche in der Klinik und auch danach waren wir im ersten Lebensjahr sehr häufig dort. Im Laufe der Zeit lernt man und frau eine ganze Menge über Ärzte und Krankenhäuser und Krankenkassen. Vieles geht heute, aber vieles geht auch nicht und auch die Medizin ist nur eine Wissenschaft und dass die Götter in weiß alles wüssten ist leider ein Märchen.

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