Therapiezentrum Iven

“Wow, was für ein Haus!” war heute Morgen mein erster Gedanke. Offen, freundlich und kindgerecht, wo gibt’s denn so was? Auf jedem Stockwerk gibt es eine gut sortierte Kinderspielecke. Unten für die Eltern eine Selbstbedienungscafeteria in der sie für sich und ihr Kind auch etwas kochen können. Insgesamt arbeiten 35 Therapeuten aus den Bereichen Logo-, Ergo- und Physiotherapie unter diesem Dach. Wo Tim und ich gelandet sind? Im Therapiezentrum Iven. Das Spannende an dieser Einrichtung ist: Die drei Fachrichtungen sprechen nicht nur miteinander, sondern stimmen sich auch noch zum Wohle des Kindes miteinander ab. Am Anfang steht ein langes Elterngespräch, wo alles von der Schwangerschaft über Geburt bis heute abgefragt wird. Die Krankengeschichte gehört ebenso dazu wie der momentane Entwicklungsstand. Alles wird in einem Ordner festgehalten, der allen anderen Therapeuten zugänglich ist. Das hat zur Folge, dass wir in dieser ganzen Woche immer gleich mit Tims „Arbeiten“ anfangen konnten, weil sich alle anderen, denen wir in dieser Woche begegnet sind, vorbereitet haben und dann nur noch während der Arbeitsphasen an einigen wenigen Stellen noch einmal nachhaken mussten. Genauso werden nach jeder Stunde in einem Ordner, den wir immer mitbringen, die einzelnen Arbeitsschritte festgehalten. Das Konzept nach dem hier gearbeitet wird beruft sich auf eine Frau Paduan. Und das Ziel ist es, dass am Ende der Woche ich die „Therapeutenrolle“ mit einem festen Arbeitsplan für Tim übernehme und wir für die nächsten Monate mit einem Übungsprogramm ausgestattet werden. Tim hat jeden Tag drei Termine zu absolvieren. D.h. für so einen dreijährigen Kerl ganz schön viel zu arbeiten.